letztes Update: 21.04.2022
 
Ja, aber ...

Für die "Ja, aber" - Kollegen habe ich mal folgende Zusammenfassung erstellt. Selbstredend immer mit Blick durch die rosarote Tesla-Brille, aber trotzdem bemüht, objektiv zu sein.

Wer ein Tesla Model S,3,X bestellen möchte, darf gerne meinen Referral-Code (Klick hier) verwenden. Damit erhalten Sie (Stand 03/2019) 1.500 km kostenloses Supercharging von Tesla. Ich darf im Gegenzug an einer Verlosung teilnehmen. DANKE :-) !

"Ja, aber Tesla ist doch bald pleite."
Nö. Da steckt schon viel zu viel fremdes (auch chinesisches) Geld ("too big to fail") drin, es sind gigantische Produktionsstätten (z.B. die Gigafactory für moderne Batterie-Produktion) sowie 500.000 Model 3 - Vorbestellungen vorhanden. Sowas wirft ein Investor nicht einfach weg. Mag aber sein, dass Tesla irgendwann mal von BYD, BAIC, Geely oder wem auch immer übernommen wird. Das wäre halb so wild. Hierzu ein nettes Zitat von Elon Musk aus diesem wunderbaren Interview mit Kara Swisher: "That Tesla's still live, is insane. INSANE!"
Hierzu auch dieser Artikel (Focus Online) (05/2019).
Hierzu auch das deutlich öfter hörbare Lob anderer Fahrzeug-Hersteller (hier: Porsche, 06/2019)

"Ja, aber jetzt kommen doch bald die "Tesla-Killer" auf den Markt."
Nö. Aus meiner Sicht sind das a) alles keine "Tesla-Killer" (weil ihnen Dinge wie Ladeinfrastruktur, Effizienz und "Haben will"-Faktoren fehlen) und
b) weil sie viel zu spät in brauchbaren Stückzahlen auf den Markt kommen werden. Tesla rollt Stand 11/2018 zumindest den amerikanischen Heimat-Markt auf, und hier merkt's keiner bzw. wird von den hiesigen Medien dumm gehalten:


US-Markt 9/2018 / (C) oder andere

Weltweiter Absatz Tesla im Vergleich zu Porsche und Jaguar Q3/2018
(C) bzw. CleanTechnica

US-Absatz Januar - September 2018 // (C) bzw. anderes dort erwähntes Vlog.
Hier darf man denke ich schon eindeutig von "Dominanz" seitens Tesla sprechen.

Weiterhin ist lesenswert dieser schöne (englischsprachige), aber aus deutschen Landen stammende Vergleich des Tesla
Model X gegen Audo E-Tron und Jaguar iPace. Kein "Tesla-Killer" weit und breit zu sehen bislang ... wohlgemerkt spielt das Model X zusätzlich
noch in einer ganz anderen Liga, was die nutzbare Grösse anbelangt.

Der Narrativ ändert sich übrigens zunehmend (seit Ende 2018) von "Tesla-Killer" zu "Tesla-Jäger". Korrekt, liebe deutsche Presselandschaft!
Anscheinend hat man gemerkt, dass da ein gewisser Vorsprung vorhanden ist.

Update 02/2019: "Audi hat den Anschluss verloren." (Süddeutsche). Dass der Georg Kacher (ja, DER von der Autobild) sich das traut, ehrt ihn!
Sehr lesenswert nicht nur für Tesla-Fans!

Update 03/2019: "Ohne Bescheissen werden wir es nicht schaffen." (Handelsblatt). WOW. Das könnte teuer werden. Hätten die damals bereits die Reissleine gezogen, und alle Kraft in vernünftige Antriebsstrategien gesteckt, wäre heute "Vorsprung durch Technik" nicht nur dümmliches und zwischenzeitlich leider auch schlicht falsches Marketing-Blabla, sondern Realität. Von guten Managern hätte ich erwartet, dass sie dies durchschauen, und rechtzeitig gegensteuern. Da sie es nicht erkannt haben, waren es offensichtlich keine guten.

Update 01/2020: AutoBild 2/2020, Kommentar vom stellv. Chefredakteur Stefan Voswinkel: "Wo bleibt der Fortschritt beim Taycan? VW-Boss Herbert Diess bezeichnet den Chef von Tesla, Elon Musk, gerne als Visionär und Pionier. Wie recht er damit hat, zeigte jüngst ein Reichweitentest in den USA. Dort kam ein niegelnegalneuer Porsche Taycan Turbo (bei uns ab EUR 152.135.-) im Alltagstest mit einer Akkufüllung 323 km weit. Ein Tesla Model S P100 Long Range (ab EUR 95.780.-) schafft im selben Test 600 Kilometer. Und Porsche? Weist darauf hin, dass im US-Test Klimaanlage und Heizung gelaufen seien. Der Taycan sei zudem auf hohe Effizienz bei "Porsche-typisch sportlicher Fahrweise" ausgelegt. Sicher wichtig auf der Fahrt zum Bäcker... Porsche ist heute nicht ansatzweise dort, wo Tesla vor zehn Jahren war. Wo bleibt der Fortschritt?

"Ja, aber die Energie für deinen Strom kommt doch auch nur aus dreckiger Braunkohle ..."
Nö. Hatte ich hier in 11/2017 schonmal ausführlich dargelegt. Erstens steigt der Anteil an alternativen Energien (Sonne, Wind, Wasser) stetig,
und zweitens ist es selbst bei dreckigst erzeugtem Strom bereits heute effizienter und cleaner, elektrisch zu fahren, statt Erdöl zu verbrennen.
Das ICCT hat dies in einer aktuellen Studie (01/18, PDF) ebenfalls nachgewiesen, wie SPON in 02/18 berichtet.
1l Diesel = Energiegehalt 9,8 kWh / 1l Super95 = Energiegehalt 8,4 kWh (https://rechneronline.de/elektroauto/)
Ganz nebenbei bemerkt betrug 2018 der Anteil der alternativen Energiquellen (Energie ist nicht "erneuerbar" ...) >40%, Tendenz steigend:

Weiterhin lesenswert ist dieser wunderschöne Artikel, aus dem hervorgeht, dass der eine oder andere Journalist entweder keine Ahnung vom Thema hat, oder bezahlt(?) irgendwelchen Mumpitz behauptet, ohne den Gesamtzusammenhang zu kennen.

"Ja, aber bis wir genügend alternative Energiequellen geschaffen haben, dauert es ja noch mindestens x Jahre ...!"
Komisch. Die Schotten wussten das anscheinend nicht, und haben einfach mal gemacht. Die scheinen das wohl bis Ende 2020 auf
100% hinzubekommen. Andernorts hier hält man sich lieber mit "kann ja gar nicht funktionieren" auf.

"Ja, aber das ganze Photovoltaik-Zeugs ist doch viel zu teuer!"
Nö. Gerne mal diese Studie der IEA (International Energy Agency) aus 2020 anschauen.

"Ja, aber wenn alle jetzt Elektrofahrzeuge fahren würden, würde doch der Strom nicht reichen ..."
Nö. Es fahren nämlich jetzt nicht alle sofort elektrisch, sondern wird das eine Phase von einigen Jahren der Transformation sein. Klar ist aber, dass hier endlich mal grössere Anstrengungen nötig sind, was Ladeinfrastruktur anbelangt. Hierzu auch diese wundervolle Doku des ZDF aus 01/2019 (Stuttgarter Energieversorger, also aus erster Hand berichtet ...)
Sagt übrigens auch E.on ... (SPON, 21.05.2019)
Sagt übrigens auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW ... (via Autobild 23/2019, "Bei (kaum vorstellbaren) zehn Millionen E-Autos im Jahr 2030 werde der Bruttostromverbrauch um vier bis fünf Prozent zulegen."
Sagt übrigens auch die EnBW: LINK (07/2019)

"Ja, O.K. - der Strom reicht also, aber dann brechen doch die Netze zusammen, wenn alle nachts ihr E-Auto an die Steckdose stecken!"
Nö. Die EnBW / NetzeBW hat das einfach mal dankenswerterweise getestet in Ostfildern-Ruit (quasi Stuttgart). Fazit: Gelaber. Nichts passiert, weil eben niemals alle gleichzeitig laden! Wenn alle Bundesbürger gleichzeitig ihren Föhn um 02:30 Uhr einstecken würden, gäbe es übrigens auch einen Blackout.

"Ja, aber soviel Lithium / Kobald / [beliebige(s) Metall / seltene Erde] gibt's doch gar nicht."
Doch. Hierzu ein wunderschönes Video von Horst Lüning. Und noch was Schönes hierzu.

"Ja, aber der Lithium-Abbau ist doch eine Riesen-Schweinerei! Da braucht's doch mehr Wasser, als wir haben ... !"
Nö. Ich darf zitieren aus der Autobild Nr. 50/2019: "Für das Lithium eines Akkus mit einer Kapazität von 64 kWh (Kia e-Soul, Tesla Model 3) werden 3840 Liter Wasser verdunstet. Das entspricht dem Wasserverbrauch bei einer Produktion von 250 Gramm Rindfleisch oder zehn Avocados oder 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans." // "Elf Avocados verbrauchen mehr Wasser als die Herstellung eines Tesla-Akkus".
Und ich möchte noch ergänzen: "Die Förderung von Erdöl ist für die ewig gestrigen anscheinend keine Schweinerei?"
update 10/2020: (c't 22/2020, "Schatz im Oberrheingraben"): "Allein durch die Leitungen der Geothermieanlage Bruchsal strömen mit dem Termalwasser im Jahr etwa 800 Tonnen Lithiumchlorid, die bislang ungenutzt bleiben." //
Muss man also nicht mal nach Südamerika fahren, um Lithium zu kaufen!
Und auch der Stefan von 404Volt hat es perfekt erklärt.

"Ja, aber die Herstellung eines Elektroauto-Akkus produziert doch mehr co2 als mein Verbrenner sein ganzes Leben lang!"
Nö. (LINK, Edison 01/2019 "Elektroauto-Akkus: So entstand der Mythos von 17 Tonnen CO2")
Nö2. (LINK, StZ 12/2019 "Wie sauber sind Elektroautos wirklich?")
Nö3. (AutoBild 38/2021, Leserbrief): ..."Eines der grössten Vorurteile: das E-Auto sei nicht umweltfreundlich, da es einen grossen CO2-Rucksack aufgrund der Batterieproduktion habe. Dabei wird bei diesem Vorurteil meist gar nicht nach Auto- oder Batteriegrösse unterschieden. Kürzlich meinte gar ein Geistlicher - in seinem Kirchenblatt nachzulesen - der CO2-Rucksack sei 200.000 km gross, selbst der bekannte Philosoph Richard David Precht spricht in einem YT-Video (Talk bei Markus Lanz) unqualifiziert pauschal von ungefähr 100.000 km! B ei allen Diskussionen, die ich geführt habe, wird der CO2-Rucksack des Verbrenners völlig ausser Acht gelassen, als gäbe es ihn nicht." ...
Auch hier noch ein wunderbares Video von 404Volt mit dem Thema "Es lebe die Zapfäule!"

"Ja, aber die Batterien müssen doch alle 80.000 km getauscht werden, und können dann noch nicht mal recycelt werden."
Nö. Man geht momentan davon aus, dass die (guten, z.B. Tesla-) Akkus allesamt eine Mio.+ km halten können.
Die erste fette Recycling-Fabrik wurde auch gerade eröffnet. In Südkorea, natürlich nicht in Bayern oder Brandenburg ...!
update 09/2019: Ohh, es geht anscheinend doch in Deutschland (Niedersachsen): https://www.duesenfeld.com
Was übrigens kaum recycelt werden kann sind die Edelmetalle, die aus den herkömmlichen Katalysatoren der Verbrenner in die Umwelt abgegeben werden. Das ist viel dramatischer als alles andere. Platin ist in der Tat knapp, kostbar und gleichzeitig gesundheitsschädlich.
Zwischenzeitlich gibt es da richtig gute Daten dazu (übrigens NICHT von Tesla, sondern von vielen Besitzern weltweit). Aus diesen geht hervor, dass die verbauten LiOn-Akku-Packs im Schnitt nach 260.000km noch eine Rest-Kapazität von 90% haben ... :-) (Quelle)
In Autobild 5/2019 schreibt ein Leser aus Freilassing: "Tesla wird zum Denkmal für in die falsche Richtung geleitete Entwicklungshistorie werden. Mit dem Elektroschrott schaffen wir uns noch kaum lösbare Entsorgungsprobleme wie bei der Atomenergie." Entweder will man aus der bayerischen Provinz schlicht nur provozieren, oder man hat keine Ahnung von nichts. Ich tippe auf eine Mischung aus beidem.
update 11/2019: Hansjörg von Gemmingen hat mit seinem Tesla Model S mal eben die 1.000.000-km-Marke geknackt (wie zuvor schon die 600.000-km-Marke im ersten Tesla Roadster). Im Model S hat der zweite Akku 750.000 km gehalten. Soviel zu diesem Thema.
update 09/2021: Mein eigener Tesla Roadster 1 (Produktionsjahr 2009, erster Akku!) hatte nach 9 Jahren noch eine Rest-Kapazität von 92% und beim Verkauf in 2021 (nach 12 Jahren!) noch von 86%. Soviel zum Thema. "Die Akkus halten ja nicht ..." (!)
update 03/2022: Ach was. Bislang war das Narrativ des Zentralrats der deutschen Automobilindustrie ja immer, dass das alles so schwer sei,
eigentlich nicht ginge, und Batterien ohnehin eine grosse Schweinerei seien ... "Mercedes startet ab 2023 eigenes Batterie Recycling" (jesmb)
update 04/2022: (AutoBild 16/2022): Entwicklungsvorstand Mercedes-Benz (Markus Schäfer): "Auch die Akkus werden recycelt. Die Rohstoffe sind viel
zu wertvoll."

"Ja, aber wenn der Akku einmal brennt, dann müssen doch alle im Umkreis von [beliebige m] sofort sterben, weil alles explodiert."
Brennende Lithium-Akkus sind in der Tat nicht einfach so zu löschen. Es wird von Fällen berichtet, wo sich Akkus von Elektrofahrzeugen teilweise sogar nach Tagen erneut entzünden, wenn nicht dauerhaft durch die Feuerwehr gekühlt. Diese geht nun wohl vermehrt dazu über, die zunächst anscheinend "gelöschten" Fahrzeuge vollständig in Container zu verfrachten, und diese mit Wasser zu fluten. Brennende, fossil angetriebene Fahrzeuge sind allerdings auch kein Spass. Die Medien stürzen sich eben gerne auf alles, was neu ist. Jeder E-Fahrzeug-Brand schafft es auf die Seiten 1-3; dass aber pro Jahr tausende von Verbrennern in Flammen aufgehen, das wird maximal als Randnotiz festgehalten ...
update 12/2019: (SPON, Leitender Branddirektor der Feuerwehr Bremen: "Brandgefahr mit der eines Verbrenners vergleichbar")

https://www.golem.de/news/elektroautos-in-tiefgaragen-was-tun-wenn-s-brennt-2001-146056.html?utm_source=pocket-newtab

update 06/2021: (Leserbrief in der AutoBILD 22/2021) - offensichtlich ein Experte - vermutlich selbst in der Feuerwehr: " ... Das Problem der Brandbekämpfung in einer Tiefgarage besteht für die Feuerwehr seit Erfindung der Tiefgarage und nicht erst, seit dort E-Fahrzeuge parken oder geladen werden."

update 06/2021: (Leserbrief in der AutoBILD 22/2021) "Meines Wissens ist weder in Kulmbach noch in Göppingen ein Elektrofahrzeug am Brand beteiligt gewesen, in Leonberg gab es nicht einmal einen Brand, sondern man hat auf den Brand in Kulmbach reagiert. Bei beiden Bränden waren ausschliesslich Verbrennerfahrzeuge die Ursache bzw. die einzigen Beteiligten. Wie kommen Sie dann zum Titel "Brände von E-Fahrzeugen"?
O.M.G.

update 09/2021: (StZ 230921): Mit der Mär, Elektroautos geraten leichter in Brand als solche mit Verbrennungsmotor, räumt die Allianz (!) auf. "Es gibt keine höhere Brandwahrscheinlichkeit bei Stromern." Statistisch sei eher das Gegenteil der Fall. Zudem ist ihre Schadenhäufigkeit geringer. "Die Leite fahren damit bewusster."

update 10/2021: (StZ 061021): Bei einem Unfall sei es im Blick auf die Feuergefahr "nicht entscheidend, ob eine Hochleistungsbatterie oder 80 Liter Treibstoff an Bord sind", ... "Elektroautos brennen anders".

update 10/2021: (AutoBild 41/2021): "Wenn Sie heute einen Verbrenner erfinden würden, wäre der nicht zulassungsfähig. Da fahren Sie mit 200 km/h bis zu 100 Liter brennbare Flüssigkeit durch die Gegend" (Dr. Erbe, Brandoberamtsrat Feuerwehr Berlin) ... "Aber erste Statistiken zeigen, dass E-Autos im Verhältnis deutlich weniger brennen." ... "Bei uns in der Region gibt es jede Woche Unfälle, bei denen eine Diesel oder Benziner brennt. Darüber berichtet niemand."

"Ja, aber was ist, wenn Tesla die Supercharger einfach abschaltet?"
Die schalten die Supercharger nicht ab. Es handelt sich um das weltweit einzige Schnell-Ladenetz dieser Art.
Hiernach würde sich der Mitbewerb die Finger lecken, wenn solch ein Ladenetz mal aus Insolvenzgründen zum Verkauf stünde. Stand 06/2018 betreibt Tesla weltweit >10.000 Ladesäulen, die meisten davon mit knapp 120kW Leistung (bzw. teilen sich zwei diese Leistung im Ausnahmefall, sofern beide belegt sind. Dann bekommt der Zweite nur den Rest, den der Erste nicht benötigt.), viele mit bis zu 150kW Ladeleistung und wenige (in den USA, Stand Q4/2019 auch in Europa) mit bis zu 250kW Ladeleistung(!, Model3). Zum Thema "Ladeinfrastruktur" kann ich auch jedem englischsprachiger Zweifler folgendes Video (1910-2010) empfehlen - von einem der besten Tesla-Kanäle aus den USA (now you know).
Geschichte wiederholt sich eben eindrucksvoll!
update 11/01/2019: 12.011 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 24/02/2019: 12.888 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 12/06/2019: 13.344 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 07/08/2019: 14.081 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 19/10/2019: 14.497 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 31/12/2019: 15.911 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 21/04/2020: 16.585 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 20/06/2020: 17.467 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 16/10/2020: 18.000 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 12/12/2020: 20.000 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 09/05/2021: 25.000 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
update 02/04/2021: 30.000 Supercharger-Ladesäulen weltweit (und da ist noch kein einziger Destination Charger enthalten!)
ER hier hat's übrigens verstanden :-) (Prof. Dr. Christian Rieck, FH Frankfurt/Main)
ER hier leider nicht - bzw. will er's nicht. Da wird von "300 Ladeparks" (Ionity) gesprochen - tatsächlich sind es aber LadeSÄULEN.
"Der Plan sind 400 Ladeparks – nun sind 300 online – Überblick was macht die Konkurrenz" Abgesehen von den Grammatikfehlern
(die gehören bei jesmb zum Standard) wird bei "die Konkurrenz" das Wörtchen Tesla selbstredend nicht erwähnt. Auch ein Mercedes-
Blog sollte nur begrenzt die Augen vor der Realität verschliessen. Oder man hat hier verstanden, dass - was Ladeinfrastruktur anbelangt -
Tesla wirklich keine Konkurrenz ist, sondern uneinholbar ... :-)

"Ja, aber die verdienen mit ihren Superchargern doch kein Geld!"
In den ersten Jahren war Supercharging quasi für alle Model S und X - Fahrzeuge (lebenslang auch bei mehrfachem Wiederverkauf) frei - als Anreiz für diese neue Idee der Mobilität. Ab circa Anfang 2017 wurde das bei Model S und X limitiert auf den Erstbesitzer. Alle Model 3 - Fahrer definitiv und voraussichtlich auch die S- und X-Fahrer werden ab Bestellung 02/2018 ebenfalls bezahlen müssen - Stand 2018 im Schnitt EUR 0,34/Minute (bei Ladeleistung > 60 kW) sowie EUR 0,17/Minute (bei Ladeleistung <= 60 kW), // update 02/2018: S und X weiterhin "free supercharging" - fähig.
Update 09/2018: Free Supercharging endgültig (bzw. vorläufig endgültig) abgeschafft. Auch neue Model S und X bekommen kein Free Supercharging mehr - weder "auf's Fahrzeug" noch "auf den Erstbesitzer". Quelle + free-supercharging-Code. Update 10/2018: Zur Zeit bekommen (zumindest in den USA) alle bei Weiterempfehlung 6 Monate "Free Supercharging" - S,X und auch Model 3.
Update 11/2018: "Free Supercharging" gehört nun endgültig in die Geschichtsbücher (ausser für die, die das noch mitgekauft hatten).
Nö. Doch nicht. Siehe Update unten! ...
Stand 02/2019 kostet die kWh Energie am Supercharger z.B. in
Deutschland: EUR 0,40 / Minute (>60 kW) // EUR 0,20 / Minute (<60 kW)
Österreich: EUR 0,28 / Minute
Schweiz: CHF 0,30 / Minute
Stand 08/2019: Bei neu gekauften Model S und X gibt Tesla im Moment mal wieder SC-free für den Erstbesitzer dazu... !
Stand 08/2019 kostet die kWh Energie am Supercharger z.B. in
Deutschland: EUR 0,33 / Minute
Österreich: EUR 0,28 / Minute
Schweiz: CHF 0,30 / Minute
Stand 07/2021 kostet die kWh Energie am Supercharger z.B. in Deutschland: EUR 0,37. Absolut fair!
Zum Vergleich: Die EnBW hat gerade die Preise erhöht: AC: EUR 0,38-0,42 / kWh, DC: EUR 0,48-0,52 / kWh
So Läden wie Ionity, die regelmässig negativ auffallen, verlangen zur Zeit für DC: EUR 0,79 / kWh. HAHA. Also mehr als das Doppelte wie Tesla.
Nur via "Clubmitgliedschaften" (wie z.B. via Mercedes me, die alle Geld kosten!), wird es bei Ionity erträglich: DC: EUR 0,29 / kWh + Club(!)
Bei Mercedes konnte ich auch nach 10 Minuten Recherche keine brauchbaren Preisangaben zum ChargeAbo finden, anders bei Audi:
Ionity-DC: EUR 0,31 / kWh + Club (EUR 215,40.- / Jahr) Lohnt also viel Vielfahrer. Da sind die 0,31 sehr preiswert. Bei Tesla gibt's diesen ganzen Wirbel nicht - es wird vorher im Fahrzeug angezeigt, was die kWh wo kostet (in der Regel EUR 0,37.- /), und abgerechnet wird vie Plug&Charge per hinterlegter Kreditkarte - tut IMMER! :-) Kein "Freischalten", "Ladesäule erkennt die Karte / App nicht", "Ladesäule defekt" .. ! :-)

Also KEINE ABZOCKE wie bei manch deutschem Betreiber, wo gerne mal knapp EUR 1.- / kWh. berechnet werden bei adhoc-FastCharging ohne vernünftigen Vertrag oder Ladekarte-Spielchen der diversen Anbieter.

"Ja, aber die Dinger will doch nach ein paar Jahren gebraucht keiner mehr!"
LOL. (LINK)

"Ja, aber die deutschen E-Fahrzeuge werden doch mit bis zu 350 kW statt nur mit 120 kW Leistung geladen." (Quelle)
Das will ich erst mal sehen (technisch + kostenseitig). Vor allem will ich erst mal sehen, wie sich das auf die Langlebigkeit der Akkupacks auswirkt. Vielleicht will man mir dann auch nur alle 2-3 Jahre neue Akkus verkaufen. Tesla limitiert aktuell bei extensiver Supercharger-Nutzung (nach circa 60.000 km reinem Supercharging) nicht umsonst die maximale Ladeleistung auf 90 kW.

"Ja, aber die Tesla-Qualität ist doch viel schlechter als die der deutschen Hersteller."
Ich würde die Tesla-Qualität schon als sehr gut bezeichnen, vielleicht (noch) nicht ganz auf dem Niveau von Audi, BMW, Mercedes, Porsche, etc.
Das Interieur kommt (angeblich) vom selben deutschen Zulieferer, der seit Jahrzehnten auch BMW und alle anderen namhaften deutschen Hersteller beliefert. (Link), Danke an Horst Lüning für diese Aufklärung. Viele Komponenten aller Teslas stammen übrigens von deutschen Zulieferern.
(Conti, Bosch, Recaro, Mercedes, Dräxlmaier, ...)
90% der Dummschwätzer in diversen Foren oder sonstwo haben vermutlich noch nie einen Tesla von innen gesehen/gefühlt, geschweige denn sind sie jemals einen gefahren. Die allerersten Model S (vor 2015) waren in der Tat so "la la" - insbesondere die Bestuhlung - ab dann gibt's jedoch nichts mehr zu meckern. Dem Spaltmass-Fetisch vieler Deutscher kann ich leider auch nichts abgewinnen. Ich würde Tesla(s) auch fahren, wenn 2 cm-Spalte vorhanden wären, und es minimal reinziehen würde.

"Ja, aber Tesla kriegt doch die Massen-Produktion des Model 3 nicht auf die Reihe."
Die haben ihren allergrössten Respekt hiervor schon immer ehrlich kommuniziert.
Aktuell (01/2018) dürfte die Wochenproduktion bei circa 1.000 Model 3 liegen, Tendenz steigend. Circa 3.000 Fahrzeuge Anfang 06/2018.
5.000 Fahrzeuge / Woche dann hoffentlich irgendwann in 2018. EM kündigte meines Wissens schon mal die nächste Marke an: 7.500 / Woche.
Wer's mir nicht glaubt, glaubt vielleicht ja Bloomberg's Tesla-Tracker:


(C) Bloomberg 07/2018, Stand 09.01.2018-01.07.2018


(C) Bloomberg 06/2018, Stand 09.01.2018-10.06.2018


(C) Bloomberg 11/2018, Stand 01.09.2017-24.11.2018


(C) Bloomberg 06/2019, Stand 08.06.2019

"Ja, aber Wasserstoff (Brennstoffzelle) wäre doch eine tolle Alternative."
Nö. Aus Effizienzgründen ist das grosser Unfug. Die meiste reingesteckte Energie kommt eben beim Batterie-elektrischen Fahrzeug am Antriebsstrang an. Alles andere(!) ist weniger effizient. Ausserdem sind Brennstoffzellen-Fahrzeuge hochkomplex im Vergleich und die Erzeugung und Lagerung von Wasserstoff ebenfalls kein Kinderspiel. Was auch gerne vergessen wird. Hochkomplexe Technik ist immer Sponsoring unserer Werkstätten und Hersteller. Wer das mag und bezahlen möchte: Bitte sehr. Wer simplere Antriebstechnik einsetzt, wird auch immer kostengünstiger unterwegs sein. Link: Effizienz von Brennstoffzellen und warum sie keinen Sinn machen (phys.org mit Credits für Dr. Ulf Bossel). Das Thema war an sich spätestens 2006 abgehakt, aber die deutsche Automobilindustrie wusste davon leider nichts. Fairerweise sei auf diesen Konterartikel verwiesen.
Elon Musk hatte bereits in diesem wunderschönen Video auf Nachfrage geantwortet: "Oh god, it feels all so bullshit". Bei Tesla intern wird die "Fuel Cell" bereits seit Jahren ohnehin nur noch als "Fool Cell" tituliert.
In Autobild 4/2019 schreibt ein Leser, dass er sich "grundsätzlich nicht wohl fühlen würde, wenn er zwei Gastanks (im Artikel: CNG = Erdgas!) unter dem Hintern hätte mit 200 bar Druck.". Da dann, VIEL SPASS mit Wasserstoff-Tanks bei einem vielfachen dieses Drucks (z.B. GLC F-Cell)!
update 03/2019: Endlich kehrt auch bei den deutschen "Premiumanbietern" Vernunft ein. "Dagegen gehen die Autobosse nach dpa-Informationen davon aus, dass mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenautos in den nächsten etwa zehn Jahren nicht marktreif sein würden." Nettere Formulierung für "Die Brennstoffzelle im PKW ist (hoffentlich) endgültig mausetot."
update 09/2019: Nach und nach scheinen es auch die deutschen Mainstream-Journalisten zu akzeptieren, dass brennstoffzellen-betriebene PKW keine gute Idee zu sein scheinen - Stichwort "Wirkungsgrad".
update 11/2019: Ich darf zitieren Herrn Diess, seines Zeichens Chef von Volkswagen (2019):

update 01/2020: Ich darf ebenfalls verweisen auf das hervorragende Strategiepapier von Herrn Prof. Doppelbauer vom KIT, der in 10/2019
- hoffentlich ein für alle mal und unmissverständlich - Klartext schrieb zum Unsinn des Brennstoffzellenantriebs (PDF) sowie auf das folgende
YouTube-Video von Herrn Prof. Klein (DHBW Mosbach) mit dem Titel "Mythen der Elektromobilität".
update 01/2020: Unterstützung bekommt er von seiner Kollegin Prof. Claudia Kemfert, die in diesem schönen Essay aus 11/2019 ebenfalls versucht, mit dem ganzen Schwachsinn und regelmässigen aufkeimenden geistigen Dünnpfiff der "Gegner" aufzuräumen. Zitat: "Einer Vollversorgung mit erneuerbarer Energie steht somit nichts mehr im Wege, es sei denn man hört auf die laut schreienden Ewig-Gestrigen, die leicht widerlegbare
Mythen in die Welt setzen."
update 10/2020: Kaum zu glauben - aber in einem Beileger einer AutoBild (Springer!) aus 10/2020 namens Edison (auch Springer) stehen folgende Worte: "VERGESST DIE BRENNSTOFFZELLE" mit darauf folgender kausal plausibler Begründung von Frank Wunderlich-Pfeiffer (Physiker)Auszug: ... "Aber um den Wasserstofftank des Mirai zu befüllen, sind über 300kWh Strom nötig, während der 75kWh-Akku des Tesla Model 3 trotz Ladeverlusten mit weniger als 100kWh auskommt." ... Wir reden also von Faktor 3!
Ein oft eingebrachtes Argument von Brennstoffzellen-Fans ist z.B. (wie hier in der Diskussion unten): "Die vermeintlich höhere Energieeffizienz des Batterienstroms geht hier von einer hunderprozentigen Gewinnung aus regenerativen Energien voraus." Dies beantwortet o.g. Autor sehr klug mit:
"Das genau gleiche gilt für den Strom, der zur Erzeugung von Wasserstoff aufgewendet wird, mit dem Unterschied, dass davon über drei mal so viel benötigt wird. Ich verstehe dieses Argument nicht." Seine weitere Begründung in Thread ist ebenfalls sehr lesenswert, genau so wie Antworten auf Angriffe zum Thema "viel zu schwere Batterien" / "viel zu geringe Energiedichte": "Vor 5 Jahre hätte ich ihren Aussagen zugestimmt. 2020 nicht mehr."
update 02/2021: Bin ich froh. Auch Audi-CEO Duesmann hat es verstanden und traut sich, es öffentlich zu sagen (in AutoBild 6/2021):
"Es ist wie bei den E-Fuels. Nur wenn Sie grosse Überschüsse an Grünstrom haben, nur dann macht es Sinn, daraus Wasserstoff zu erzeugen und
den wiederum in Autos in Strom zu verwandeln. Der Wirkungsgrad - also wie viel eingesetzte Energie in Antrieb umgesetzt wird - ist immer
um ein Vielfaches besser, wenn Sie den Strom direkt in Akkus speichern.
... Als Ingenieur kann ich Ihnen keine andere Antwort geben ...
Das Argument, man könne schneller nachtanken, wird mit der immer besseren Ladegeschwindigkeit der E-Autos an Wichtigkeit verlieren."
update 05/2021: (AutoBild 21/2021): "In einer Studie favorisieren Wissenschaftler des Potsdam-Institutes für Klimaforschung das E-Auto. Es ist
zum Erreichen der Klimaziele ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller als das Herstellen und Nutzen Wasserstoff-basierter Kraftstoffe
und E-Fuels.
"
update 07/2021: (AutoBild 27/2021): "Danke für den Versuch, dem Leser das Thema Wirkungsgrad näherzubringen. Es gibt aber eine eklatante Wissenslücke zu füllen. Seien Sie doch bitte so gut, und geben keine "Best Case"-Wirkungsgrade an. Einen Benziner im optimalen Arbeitspunkt zu betreiben ist bei der Motorisierung heutiger Fahrzeuge kaum möglich. Oft wird im niedrigen Teillastbereich gefahren, und es entstehen zusätzliche Verluste. Für meinen BMW 320d kam ich nach einschlägiger Rechnung auf circa 15% Wirkungsgrad vom eingefüllten Diesel zu erzeugten Vortrieb. Benziner dürften noch wenige Prozente darunter liegen." So ist es.
update 07/2021: (SPON, 21.07.2021: "Elektroautos bauen Klimavorteil aus – Wasserstoff hat ein Problem"): LINK

update 10/2021: "Champagner in den SUV-Tank hilft dem Klima nicht" (Zitat Prof. Claudia Kemfert in der StZ)
update 10/2021: (Ecomento): "Audi-Chef bekräftigt Batterie-Fokus, Wasserstoff für Pkw „schlicht absurd“"
update 04/2022: (AutoBild 16/2022): "Warum nicht Wasserstoff?" Entwicklungsvorstand Mercedes-Benz (Markus Schäfer): "Wir müssen die effizienteste
Art nutzen, Energie in Mobilität zu verwandeln. Und da ist die Batterie unschlagbar. ... Und: 95% Wirkungsgrad sind um Längen besser als alle
anderen Systeme. Wasserstoff, Brennstoffzelle und eFuels - weil Sie sowieso gleich damit kommen - sind nur da sinnvoll, wo Sie keine Batterie
einsetzen können. ..."

"Ja, aber Biofuel wäre doch eine tolle Alternative."
Nö. Aus Effizienzgründen ist das grosser Unfug. Die meiste reingesteckte Energie kommt eben beim Batterie-elektrischen Fahrzeug am Antrieb an.
Ich suche noch nach einer Quelle für folgende Aussage: "Würde man auf der gesamten Anbaufläche von Biofuel in Deutschland einfach Solarpanels bauen, wären 600% des deutschen Strombedarfs gedeckt." (C.L.)

"Ja, aber E-Fuel wäre doch eine tolle Alternative."
Nö. Aus Effizienzgründen ist das grosser Unfug. Die meiste reingesteckte Energie kommt eben beim Batterie-elektrischen Fahrzeug am Antrieb an.
Ich zitiere mal aus Wikipedia (09/2020) "Der Mineralölkonzern Shell geht davon aus, dass „PtX-Kraftstoffe [...] nicht vor 2030, teilweise auch noch später erwartet“ würden". Haha!
update 10/2020: Volkswagen (ja, die mit dem Diesel-Skandal 2015!) distanzieren sich auch immer mehr von E-Fuels. (golem, SZ) //
Zitat: "Nach Ansicht von Volkswagen werden die Potentiale dieser Alternativen überschätzt. E-Fuels seien kostenintensiv, wenig klimaeffizient und mit geringem Wirkungsgrad. Der sogenannte grüne Wasserstoff, bei dem der Strom für die Elektrolyse aus erneuerbaren Energien stammt, sei unsinnig für den Betrieb von Fahrzeugen." Völlig korrekt, VW!
update 11/2020:
Die AutoBILD (auch nicht gerade bekannt als Propaganda-Organ für TESLA), schreibt völlig korrekt in Ausgabe 48/2020:
"Könnten E-Fuels, also synthetische Kraftstoffe, die mit Strom aus Wasser und CO2 hergestellt werden, den Verbrennungsmotor retten?":
"NEIN. Synthetisches Super-Benzin und synthetischer Diesel sind zwar fast klimaneutral. Aber E-Fuels ändern nichts an Abgasen. Und darum geht es schliesslich bei der Euro-7-Norm: weniger gesundheitsschädliche Emissionen wie Stickoxide und Feinstaub. Und: Um 100 Kilometer zu fahren, muss für ein Auto mit E-Fuels sechsmal mehr Strom produziert werden als für ein E-Auto. Wirtschaftlicher Unsinn."
update 05/2021: (AutoBild 19/2021) Porsche-Entwicklungschef Dr. Michael Steiner: "Solange der Strom vor Ort regenerativ erzeugt wird,
ist es immer effizienter, ihn direkt in die Batterie zu packen."
update 05/2021: (AutoBild 21/2021): "In einer Studie favorisieren Wissenschaftler des Potsdam-Institutes für Klimaforschung das E-Auto. Es ist
zum Erreichen der Klimaziele ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller als das Herstellen und Nutzen Wasserstoff-basierter Kraftstoffe
und E-Fuels.
"

"Ja, aber Plug-In-Hybride wären doch eine tolle Alternative."
Nö. Wie schrieb der Chef der AutoBild(!) in Ausgabe 51/2020 so schön im Editorial. "PHEV nicht zu laden ist Betrug an der Umwelt." Völlig korrekt. Und ich möchte noch ergänzen: "Und sie an öffentlichen Ladesäulen im Schnarchmodus zu laden, und währenddessen einen wichtigen Ladepunkt zu blockieren, den ein echtes BEV dringend braucht, ist asozial!"

"Ja, aber wäre denn die von manch deutschem "Premium-Anbieter" angestrebte Technologie-Offenheit (verschiedene Antriebsvarianten) nicht schlauer als ein ein reines Setzen auf eine Antriebsvariante?
Nö. Wie hat dies der Vorsitzende der IG Metall Baden-Württemberg (sitzt auch im Aufsichtsrat bei Daimler und ZF) Roman Zitzelsberger im Januar 2021 schön zusammengefasst: Technologieoffenheit = „Ausrede fürs Nichtstun“. Schöner und kürzer kann man's nicht zusammenfassen.

Ja, aber mir fehlt da der Sound / die Vibration / [x-beliebiger Quatsch].
Werde erwachsen, und tausche deinen kindischen Egoismus gegen eine Weichenstellung ein, die dir kommende Generationen danken werden.

"Ja, aber ich will doch nicht alle 1-2 Stunden nachladen müssen auf der Langstrecke."
Tja, da wird man sich dran gewöhnen müssen in der Anfangszeit. Alles halb so schlimm übrigens. Weiterhin werden die Ladeleistungen natürlich ebenfalls steigen in den kommenden Jahren - und damit die Ladezeiten sinken. VAG / Porsche gehen hier ja in eine interessante Richtung mit den versprochenen 350kW (im Video so ab Minute 18:30).

"Ja, aber mit den blöden Elektro-Dingern kommt man doch nicht richtig voran."
Naja, in manch anderem Land vielleicht sogar schneller als mit der Technik des letzten Jahrhunderts ...
"Tempolimits nur für Diesel und Benziner: Österreich plant Autobahn-Revolution" (Link) (Link)

"Ja, aber du kannst doch kein amerikanisches Auto kaufen - wir in Deutschland sind doch so abhängig von der Automobil-Industrie."
Das ist mir - zwischenzeitlich - völlig Wurscht. Wer die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkennt, oder dem geneigten Käufer/Interessenten jahrelang erzählt, dass das alles nicht geht, und seine Zeit damit verplempert, Kartelle zu bilden oder versucht, den Käufer mit hingetürkten Prüfstandswerten sowie Software-Betrug für dumm zu verkaufen, der ist eben draussen. Allmählich scheinen aber doch einige aufzuwachen.
Bin ich als Verbraucher (moralisch) „verpflichtet“, ein Produkt zu kaufen, welches technisch komplexer, damit anfälliger ist, deutlich mehr Service-Aufwand mit sich bringt, nur um der alten Automobil-Industrie einen „Gefallen“ zu tun, und angeblich deutsche Arbeitsplätze zu erhalten?
Klares NEIN. Jeder übertrage das mal bitte auf beliebig andere Branchen:
„Bitte kaufen sie doch den Rechner, der garantiert nach 2 Jahren kaputt ist, damit wir einen neuen verkaufen können!“ Klar …
„Ich empfehle Ihnen die Heizung, die möglichst viel Service benötigt, damit ich meine Mitarbeiter bei Ihnen regelmässig für (Ihr) Geld
beschäftigen kann!“ Klar … // In jeder anderen Branche würde mal dem Anbieter den Vogel zeigen, und das Weite suchen.
Bei Autos scheinen die Hirne (zumindest vieler Deutscher) noch(?) anders zu ticken. In diesem Zusammenhang auch noch dieser schöne Artikel aus der taz aus April 2019, welcher sich mit dem Framing des Begriffs der "Schummelsoftware" befasst. Meiner Meinung nach geht es hier nicht um "Schummeln", sondern um den glasklaren Tatbestand des Betrugs, strafbar nach §263 StGB!
update 08/2021: StZ (LINK): Källenius: "Man muss auch ehrlich mit den Menschen sein: Die Montage eines Verbrennungsmotors bringt mehr Arbeit mit sich als der Bau einer Elektroachse" Klingt fürchterlich negativ. Ist es aber nicht. Er hätte genauso sagen können: "Liebe Käufer. Die Elektroachse ist so viel weniger komplex als alles, was wir in den letzten 100 Jahren gebaut haben. Schön für euch, weil weniger kaputt geht. Leider blöd für uns." "Einige Kollegen hängen schon noch dem Glauben an, dass wir noch eine Weile so weitermachen könnten.“ Das ist aber deren Problem - nicht das der Kunden, die Wert legen auf simple, robuste, moderne, günstige & umweltfreundliche Technik!

"Ja, aber Tesla / Elon Musk verspricht doch dauernd Zeugs, was dann nie kommt."
Das weiss jeder, der sich mit Musk und Tesla etwas intensiver beschäftigt. Die Zeitplanung nimmt man am besten mal 1,5 bis 2,5 - dann passt's meistens. Bislang wurde aber noch alles geliefert, was versprochen wurde ... (bis auf Wechsel-Akkus). Die deutschen Premium-Hersteller haben das Problem übrigens nur deshalb nicht, weil sie nichts versprochen haben ...

"Ja, aber das kann mein Audi / BMW / [beliebiges deutsches Premium-Produkt] auch."
Nö, eben leider bislang entweder gar nicht oder jeweils nur fast so gut.

"Ja, aber Tesla hat doch betrogen bei der Elektro-Förderprämie."
Bullshit. Habe ich hier in 12/2017 erläutert.
Aktuell (18.07.2018) fordert die BAFA die Förderprämie zurück. Tesla hat sofort interveniert, und allen deutschen Kunden taggleich (!) zugesichert, die EUR 2.000.- zu tragen (in den Medien ist natürlich von EUR 4.000.- Rede, was Unfug ist - die eine Hälfte hat Tesla ja bereits getragen), und gegen den Beschluss vorzugehen. Gut so - ich nehme an, dass der Schuss der Bundesregierung nach hinten losgehen wird (Beschwerde seitens Tesla bei der EU wegen Wettbewerbsverzerrung / -Behinderung). Wir dürfen gespannt sein. Die Prämie war seinerzeit von den Lobbyisten der deutschen Automobil-Industrie willkürlich auf EUR 60.000.- netto festgelegt worden, um Tesla auszubremsen.
Update 19.07.2018: Kaum geschrieben, schon getan: "Tesla verklagt Deutschland wegen Prämienrückzahlung". Bestens.
Update 19.10.2018: Tesla hat leider Leider verloren in erster Instanz. Die BAFA hält allerdings auch die Füsse still. Keine weitere Aufforderung.

"Ja, aber nicht jeder kann sich einen Tesla leisten."
O.K. - dann gibt es aber wirklich gute, bezahlbare Alternativen wie z.B. den Hyundai Ionic, Nissan Leaf, Renault ZOE, BMW i3, Opel Ampera-E, etc.
Selbstverständlich kann man nicht von allen erwarten, dass sie hier jetzt ihren letzten EUR investieren. Die aber, die es sich leisten können, sollten die Vorreiter-Rolle einnehmen, und den Weg ebnen für alle anderen.
update 10/2020: Seit jetzt gibt es nun wirklich kein Argument mehr. Man kann nun auch brauchbare, nach Förderung bezahlbare deutsche Produkte kaufen, wie z.B. den VW ID.3. Also: nicht schlecht, nicht zu teuer, kein ausländisches Fabrikat. Erzähle mir also niemand, dass sich das ja aus Gründen a), b) oder c) nicht ginge ...!
update 11/2021: Evtl. stellt sich diese Frage gar nicht mehr. AutoBild 45/2021: "E-Autos für Vielfahrer günstiger als Diesel. E-Autos der gehobenen Mittelklasse kosten mit 760 Euro Unterhalt pro Monat selbst für Vielfahrer weniger als Diesel-PKW (960 Euro) ..."

"Ja, aber mein aktueller EUR 6d-Diesel ist doch toll."
Nö. Der ist technologisch weitgehend durchentwickelt - da geht nicht mehr viel bis nichts. Die Verbrauchs- sowie Emissionsangaben sind weitgehend geschönt. Ausserdem ist alleine die Abgasreinigung zwischenzeitlich so komplex, dass es keine Freude mehr macht ...!
Man vergleiche die Komplexität eines aktuellen EUR6d-Diesels mit der eines batterie-elektrischen Fahrzeugs. Jeder kluge 6-Jährige kann feststellen, was auf Dauer robuster ist und deutlich weniger Probleme machen wird.
Ich werde (02/2019) darauf hingewiesen, dass der neue E220d doch geniale NOx-Werte im RDE-Test gezeigt hätte. Rettet das jetzt den Diesel? Nö. Die Werte sind in der Tat Spitze - es handelt sich aber nur ein EIN EINZIGES problematisches Thema bei den Verbrennern. Ich vertanke trotz allem immer noch kostbare Kohlenwasserstoffe, verheize wertvolle "seltene Erden" (Platin) im Kat in die Umwelt (nicht reyclebar!), habe genügend andere Emissionen wie co2 oder Feinstaub aller Art, kaufe mir hochkomplexe, wartungsintensive Systeme (Einspritzung, Abgasreinigung, etc.) ein, und, und, und ... Irgendwie scheint der Diesel nach wie vor eine faszinierende Anziehungskraft zu haben.
Blöd auch, wenn der nagelneue, supermoderne Diesel  ab 2025 nicht mal mehr ins benachbarte Strasbourg fahren darf. "Ich will ja gar nicht nach Strasbourg fahren!". Nee, aber vielleicht der, dem du in wenigen Jahren deinen tollen EUR6-Diesel verkaufen möchtest?

"Ja, aber bei aktuellen Dieseln kommt doch hinten sauberere Luft raus, als vorne angesaugt wird!"
Nö. (LINK, Spiegel 01/2020) // "Zu behaupten, Dieselfahrzeuge seien jetzt sauber, ist falsch"

"Ja, aber mein aktueller EUR 6d-Benziner ist doch toll."
Nö. Leider auch nicht. Da sind die Wirkungsgrade noch schlechter als beim Diesel. Die Emissionen sind in der Tat besser - bis auf den Feinstaub bei den Direkt-Einspritzern. Dort wartet in den Schubladen der Politik und Wirtschaft bereits die nächste Sau, die durch's Dorf getrieben werden wird. Der Partikelfilter für Otto-Motore.

"Ja, aber bald kommt doch die EUR7-Norm. Dann wird doch alles gut!"
Nö. Leider auch nicht. Man darf annehmen, dass die neuen Grenzwerte (ab 2022/2023?) dem Diesel definitiv, dem Benziner teilweise den Garaus machen werden. Motto: Wer's anders nicht begreift, und sich weiterhin dem technischen Fortschritt sowie den weltweiten Tendenzen verweigert, muss eben leiden. Oder aber, die deutsche Automobil-Industrie erdreistet sich, ihre Betrugsmaschinerie weiter zu optimieren, sich abermals selbst zu "überwachen", und der deutsche Staat samt Behörden oder die EU schaut wieder ein paar Jahre weg wie seinerzeit bei EUR5. Das ganze resultierte bekanntermassen im Abgas-Skandal.

"Ja, aber [beliebiger deutscher Premium-Hersteller] hat doch bald auch eine tolle E-Fahrzeug-Flotte im Angebot."
Bis unsere Ankündigungs-Weltmeister eine konkurrenzfähige Modellpalette (wie z.B. Tesla) im Angebot haben, wird Tesla an die 10-15 Jahre Erfahrung und damit auch einen gewissen Vorsprung in diesem Bereich haben. Der erste Roadster kam 2008 auf den Markt, das Model S 2012, das Model X 2015. Erste vergleichbare Fahrzeuge mit guten Reichweiten von [beliebiger deutscher Premium-Hersteller] erwarte ich nicht vor 2020.
Bei smart war der electric drive (451) über 1,5 Jahre nicht bestellbar und lieferbar, weil man den im Nachfolger wohl vergessen hatte. Mercedes hat die B-Klasse electric drive Ende 2017 aus dem Programm genommen. Das sind keine Signale, die Vertrauen schaffen.

"Ja, aber wenn die Deutschen dann tolle Autos im Angebot haben, dann kaufst du doch auch wieder ein solches?"
Möglich. Aber unwahrscheinlich. Die Deutschen haben es noch immer nicht verstanden, dass Tesla Stand heute nicht nur Autos verkauft, sondern Elektromobilität (inklusive gigantischem Ladenetz).

"Ja, aber Jeremy Clarkson sagt doch, dass das ganze Elektrozeugs nicht funktioniert und langweilig ist."
Erstens war sein TopGear Tesla-Roadster-Verriss aus 2008 laut Tesla gescriptet (die konnten die Logs des Roadsters auslesen und bewerten), zweitens scheint auch er in Staffel 3 von GrandTour langsam zu verstehen, was gerade passiert.

"Ja, aber wenn ich einen wirklich schnellen Sportwagen möchte, dann geht ja wohl kein Weg am Verbrenner vorbei!"
Nö. Dann sollte man lieben zu sparen beginnen, und sowas hier vorbestellen für knappe EUR 250.000.- Da gibt's Fahrleistungen, für die man bislang mal ein Milliönchen aufwärts ausgegeben hat. Nee, warte - 1,9 s für 0-60 mph (also circa 2,0 s 0-100 km/h). Damit hat bislang auch der Bugatti Chiron ein Problem (2,4 s). Kostet auch nur schlappe EUR 2.800.000.-

"Ja, aber (m)ein Diesel hat doch viel mehr Drehmoment!"
Nö. Um einem Elektro-Fahrzeug ("Tesla") Probleme in der Beschleunigung zu bereiten mit einem Diesel, sollte man schon mit etwas aus der absoluten HighEnd-Spitzenklasse antreten (V 10TDI, V8 Biturbo, R6 Triturbo, ...) Und selbst dann ist das quasi ab 0 U/min mehr oder weniger voll vorhandene Drehmoment eines Elektro-Motors unschlagbar. Man betrachte dann noch die Komplexitäten beider Konzepte. Nun spätestens sollte jeder merken, dass die Zukunft nicht im immer komplexeren (und damit anfälligeren) Diesel steckt. Da kann man noch so viele elektrisch angetriebene Verdichter vorschalten, um das Turbo-Loch zu eliminieren. Das schreibt übrigens jemand, der früher sehr gerne OM628 im G gefahren ist!

"Ja, aber mit einem Elektrofahrzeug kann man doch nicht weit fahren, da muss man doch ständig nachladen!"
Nö. Bei den allermeisten, die sich auf dem deutschen Markt so tummeln, ist das sicherlich richtig. Da ist man abhängig von hunderten verschiedenster Anbieter (Stromanbieter, Energieversorger, Stadtwerken, sonstigen Ladepunkten, etc.). Bei Tesla aber eben nicht.
Ich zitiere mal "nibal" aus diesem SPON-Foren-Beitrag vom 01.08.2018:
"Tesla Fahrer haben keine Reichweitenangst. Wenn die deutschen Autobauer nur das Geheimnis knacken könnten, warum das so ist...
(Geheimtip: Es hat etwas mit der eigenen Ladeinfrastruktur zu tun, die VW und Co halt lieber dem Weihnachtsmann überlassen...)"

"Ja, aber die vollelektrischen, batteriebetriebenen Fahrzeuge sind doch alle so schwer!"
Korrekt. Der federleichte Akku ist leider noch nicht erfunden. Alle Teslas sind schwere Schweine - und das wird noch lange so bleiben. Ist aber auch relativ Wurscht, weil sich das durch Rekuperation wieder (teil)-ausgleicht. Gewicht ist bei Batterie-elektrischen Fahrzeugen deutlich weniger schlimm als bei Verbrennern. Dort wird kinetische Energie beim Verzögern völlig sinnlos in Wärme verbraten. Wenn ich anschaue, wie z.B. der eine oder andere Porsche Cayenne über die Autobahn geprügelt wird, um dann viele kW und damit kWh sinnlos in die Botanik abzugeben beim Bremsen, da freue ich mich, dass ich im Model S oder X mit mehr als 75 kW rekuperieren kann. Das sind übrigens keine Feigenblatt-Angaben wie bei "normalen" Herstellern, sondern habe ich über circa 35.000km ungefähr 1.800 kWh ausschliesslich durch Rekuperation zurückerhalten.
// update 02/2020: Der Porsche Taycan und der Audi étron warten mit noch deutlich höhereren Rekuperationsleistungen auf!

"Ja, aber Tesla spricht immer vom "Autopiloten". Für autonomes Fahren braucht man doch erst einmal eine 5G-Infrastruktur!"
Könnte man meinen, wenn man z.B. solche Artikel (StZ) ernst nehmen würde. Da wird mit dem Titel "Startschuss für autonomes Fahren" suggeriert, dass als Basis für autonomes Fahren Dinge wie "Car2X-Kommunikation", "Roadside Units" oder (in anderen Artikeln) "5G" nötig seien als Grundlage für alles weitere. Tesla verfolgt hier eben einen offensichtlich ganz anderen Ansatz. Es wird ganz simpel der Mensch 1:1 ersetzt, nur mit mehr und besserer Technik. Im Moment fährt der Mensch mit zwei ziemlich schlechten Kameras (die im Alter auch noch schlechter werden) sowie etwas Hirnleistung (bei manchem Fahrer mehr, bei der breiten Masse eher weniger) durch die Gegend. Tesla ersetzt dies durch 8 Kameras, diversen Sensoren (8? x Infrarot, 1 x Radar) sowie heftig Rechenleistung (die auch kaum unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht oder ihr Ego ausleben muss, weil man sonst nichts erreicht hat im Leben ...) Das ist alles Dimensionen günstiger und - vermutlich - nicht schlechter. Man wird sehen. Ich bin jedenfalls von Elon Musks Ansatz sehr überzeugt, da ich mit jedem Software-Update live und in Farbe erleben darf, welche Fortschritte dieses System im Quartals-Rhythmus macht.
In AutoBild 26/2021 darf Hauke Schrieber was zum AP3 des Model Y in Amerika schreiben: "Bei Tempo 80 km/h auf einer dicht befahrenen Autobahn voll auf die Technik zu vertrauen, das schaffe ich noch nicht." Von einem erwachsenen Motor-Journalisten erwarte ich mehr Kompetenz als von einem 7-Jährigen, der zum ersten Mal an's Lenkrad darf. Hätte der Redakteur die iterativen Verbesserungen erlebt und begleitet, seit Tesla den AP1 vor circa 6 Jahren (!) eingeführt hat, hätte er Vertrauen. Aber seinerzeit durfte man vermutlich noch nichts Positives über Tesla schreiben, weil es die deutschen Werbekunden verboten hatten. Ich empfehle eine Umschulung in einem der zahlreichen Hamburger Streichelzoos - dort ist's bestimmt weniger aufregend!
"Wir sind die Pioniere des autonomen Fahrens." (Markus Schäfer, Daimler-Vorstand Entwicklung (12/2021!) - 6 Jahre nach Model S / AP1
Ein klarer Fall von Realitätsverlust gepaart mit Grössenwahn.

"Ja, aber die Elektrodinger brauchen ja tatsächlich viel mehr als der Bordcomputer sagt!" (ADAC, Ladeverluste)
Welch Neuigkeit! Als ob die Verbrenner ehrliche Angaben zum Bordcomputer schicken würden ...! Meine Faustregel bei Mercedes war über Jahrzehnte, einfach 1,5l mehr anzunehmen, als der Bordcomputer ausspuckt. Hat im Schnitt immer gut gepasst. Und ich hatte JEDE Tankfüllung sauber dokumentiert bei meinen Fahrzeugen via spritmonitor.de.
"Ich hab's ja schon immer gewusst! Tesla bescheisst! Laut der ADAC-Tabelle braucht der Tesla (Model 3 LR) inkl. Ladeverlusten fast 25% mehr Energie als angenommen!" Mag sein, ist schon heftig .- das sind auch im Vergleich zur deutschen Konkurrenz keine tollen Werte - zugegeben! Ist mir aber relativ Wurscht, wenn der Strom - wie bei mir immer mehr - aus regenerativen Quellen (z.B. vom eigenen Dach sowie in der Firma vom Dach des Vermieters stammt. Da darf der gerne 50% mehr brauchen (inkl. Ladeverlusten) wie die Werksangabe. Die Sonne schenkt's uns ...!

"Ja, aber die AutoBILD und die AutoMotorSport sind doch auch dagegen ...!"
Nö. Zur ams kann ich nichts sagen, die lese ich seit Jahren nicht mehr. Die AutoBild aber sehr wohl. Hier gibt es vermehrt wohltuende Leserbriefe, wie z.B. solche aus Ausgabe 52/32/2020:

"HÖRT AUF MIT DEN SCHEINARGUMENTEN! // ICH KANN'S NICHT MEHR HÖREN, das Gezeter gegen die Elektromobilität in den Leserbriefen!
Für jeden, der sich informiert, ist klar: Das E-Auto ist in jeder Hinsicht das bessere Modell, egal ob es sich um Fahrkomfort, Umweltverträglichkeit oder Herstellung handelt. Das hat sogar die Politik erkannt. Selbst der Rennsportverändert sich. In der Forschung sind Batterietechniken,
die 1000 Kilometer und mehr bei heutigen Akkugrößen möglich machen und eine Ladedauer von unter 15 Minuten erlauben. Außerdem werden die Preise für E-Fahrzeuge stark nachlassen (unter anderem Preisverfall bei Akkus). Und deshalb wird es sich durchsetzen, ob Ihr wollt oder nicht. Das Sterben der Benzintankstellen hat bereits begonnen und wird sich beschleunigen. Und bitte hört auf mit den Scheinargumenten zu seltenen Erden und Lithium. Die ersten Batterien ohne Lithium werden bereits in Fahrzeuge verbaut! Und: Weit über 80 Prozent der Produktion gehen in die Akkus der Handys, in die Stahlproduktion und andere Industriezweige."

"Unkenntnis statt Zweifel // Nachdem ja nun jede Woche Tests und somit auch Leserbriefe zum Thema Elektromobilität veröffentlicht werden,
ist es schon sehr interessant zu lesen, wie viel Unkenntnis zu dem Thema unter Ihren Lesern noch herrscht. Von Lithium, das uns ausgeht (recycelbar), über den nicht vorhandenen Strom, um Elektrofahrzeuge zu laden (circa 15 Prozent Mehrbedarf), bis hin zu der Aussage, die deutsche Autoindustrie werde absichtlich zerstört. Vieles davon scheint der Angst geschuldet zu sein, sich von seinem geliebten Verbrenner irgendwann verabschieden zu müssen. Ich rate jedem Zweifler, sich einfach mal die Mühe oder, besser, den Spaß zu machen, mit einem Elektroauto im Bekanntenkreis oder beim Händler eine Probefahrt zu machen und selbst zu erleben wohin die Reise geht. Bisher hat dies bei mir noch jeden Zweifler überzeugt. Es gibt tatsächlich ein „Leben“ nach dem Verbrenner.AUTO BILD leistet hier einen entscheidenden Beitrag, indem sie Mythen zum Thema entzaubert und es in den Alltag bringt. Weiter so!"

Oder auch den wundervollen Beitrag im AutoBild-Beileger "Edison" (Ausgabe 4/2020) von Matthias Horx (LINK)

"Ja, aber wo sollen denn Laternenparker die blöden Elektrodinger laden? Und ausserdem haben die ja keine Reichweite!"
Hierzu eine wunderschöne Antwort vom Fabian B. aus Saerbeck (AutoBild 26/2021): "Ich frage mich, warum so viele über die Reichweiten von E-Autos schimpfen. Wenn der Durchschnitt tatsächlich nur 14.200 km im Jahr fährt und man 350 km Reichweite eines ID.3 annimmt, reichen dafür 40 Ladevorgänge im Jahr. Also nicht einmal  einer pro Woche. WO IST DAS PROBLEM?"

"Ja, aber da wurde doch Mitte 2021 ein fieser Rechenfehler entdeckt. Seitdem sind alle batterie-elektrischen Autos böse, weil tatsächlich ja viel dreckiger als mein schöner Diesel!"
Natürlich musste auch die AutoBild 26/2021 (deren Chef Tom Drechsler auf Seite 1) mitmischen: "Ein Rechenfehler, so hat eine Wissenschaftler-Gruppe um Prof. Dr. Thomas Koch (Ex-Motoren-Entwickler bei Daimler,enthüllt, führe dazu, dass E-Autos sauberer gerechnet als sie sind." LOL.
Ein weiterer verzweifelter Lobby-Rettungsversuch, weil denen das Wasser bis zum Hals steht. Ein Rechenfehler also - klar! Und das von einer Branche, die bei Hybriden einen Verbrauch von 1,8 l / 100km angibt, und im realen Leben tatsächlich bis zu 1000% mehr verbraucht werden.
Wer bitte kann hier nicht rechnen?
Glücklicherweise war der Zensor pinkeln oder der Chef im Urlaub, denn auf Seite 25 derselben Ausgabe darf Kollege Matthias Brügge zum Glück aufklären:
"... Tut die Ökobilanz beim Stromverbrauch von E-Autos eigentlich was zur Sache? Ich finde nicht, denn im Zentrum der Überlegungen steht das auf Sicht emissionsfreie Fahren. ... Das heute triftigste Argument gegen E-Autos zieht nicht, weil die Alternative, unsere klimaschädlichen Verbrenner weiterzufahren, keine ist!" Meine Rede..
Und zum Glück klären auch nextMove und Prof. Doppelbauer (selbes Institut wie der Koch!!) sofort HIER auf.

"Ja, aber Tesla schaltet ja nirgendwo Werbung!"
Zum Glück (!) Wer irgendwelche Werbefritzen subventionieren möchte - bitte sehr!
Ich sehe mein Geld in der eigentlichen Produktentwicklung und damit im Produkt selbst besser investiert. Kommt nämlich bei mir an. Ach was.
"https://electrek.co/2022/03/24/tesla-spends-most-rd-least-advertising-car-sold/"

"Ja, aber ich will das einfach nicht."
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."
update 10/2021: Selbst der von mir bislang wenig geschätzte Andreas May (AutoBild) scheint langsam zu verstehen (Ausgabe 41/2021): "Es wurde mir erst letzte Woche klar, als ich in einem Diesel saß, den Motor an der Ampel mit Tritt aufs Gas wieder zum Leben erweckte und mich fühlte, als hätte mich einer durchgeschüttelt, so viel Aufruhr in der Fuhre. In dieser einen Sekunde habe ich gespürt, was Zukunft und was Vergangenheit ist. Den ganzen Tag war ich auf Testfahrt im Elektroauto" ... "Dann stieg ich für die Heimfahrt in den Diesel, es fühlte sich an, als ob mich jemand aus der Zukunft in die Vergangenheit gezerrt hätte" ...

Hier noch der Hinweis auf einen wunderschönen Youtube-Kanal eines ex-BMW-Mitarbeiters (neuerdings Tesla-Fahrer), der völlig unaufgeregt seine
Beweggründe und Sicht der Dinge darstellt, und wie seine Kollegen und eigentlich die gesamte deutsche Automobilbranche die Entwicklungen verschlafen, ignorieren oder verleugnen.

Diese wundervolle Zusammenstellung „Tesla muss erst mal…“ entdeckte ich erst im Juni 2019.
Ist die perfekte Ergänzung zu meiner (dieser) Liste.


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https://sonomotors.com/de/sion/battery/
https://evannex.com/blogs/news/how-long-will-an-electric-vehicle-battery-last